Aufgesammeltes & liegengebliebenes

Von | 11. Oktober 2007

Grüner Zweig 1: Bereits zum vierten Mal hat ein Inkassounternehmen mit seiner Insolvenz-Landkarte eine bundesweite Übersicht über Privatinsolvenzen veröffentlicht. In Neumünster ermittelten die Geldeintreiber am 30. September 2007 mit insgesamt 210 eröffneten Insolvenzverfahren natürlicher Personen eine Steigerung von 7,17 Prozent gegenüber den eröffneten Verfahren zum selben Datum ein Jahr zuvor. Grüner Zweig 2: Der Einstiegslohn des Postzustellers Pin AG in Neumünster beträgt 5,47 Euro, lesen wir in der Jungle World. Auch, dass der Zweidrittel-Mehrheitsaktionär dieser Pin AG der Axel Springer-Verlag ist. Weshalb neben Bild auch die Schreiberlinge der anderen Blätter des Verlages für das Konzerninteresse gegen einen (höheren) Mindestlohn für Briefträger trommeln müssen. Und zwar ohne dass die Leser erfahren, dass Bild und Hamburger Abendblatt etc. und Pin zum selben Stall gehören. Am Montag berichtete immerhin das ARD-Magazin Report über diese doch ganz schön korrupte Journaille. Wer eine schnelle Internetanbindung hat, kann sich den Beitrag im Web sogar als Wiederholung anschauen. Apropros Bild-Zeitung: Das Fachblatt für alte Säcke berichtete kürzlich über die »Versicherungsmaklerin Kim (25)« die sich »nach der Geburt ihrer Tochter … nicht mehr wohl in ihrem Körper« fühlte, weshalb sie sich »die Scheide außen und innen operieren« ließ. Und zwar von einem Neumünsteraner Gynäkologen (»… hat früher an Frauenkliniken gearbeitet«), der zwar ein »Experte für Intim-Operationen«, aber augenscheinlich keiner für die Intimsphäre ist.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.