Aufgesammeltes & liegen gebliebenes

Künstliches Kaufdorf, Billigdorf, Resterampe?: Barbara Supp schrieb Anfang Oktober 2012 im Spiegel über ihren Ortstermin in Neumünsters Trabantenstadt. Über: »Das künstliche Leben im Factory Outlet Center von Neumünster« +++ Nochmal der Spiegel: Ebenfalls im Spiegel, aber schon Anfang September, stand eine kleine Hommage an die erfolgreiche, querschnittsgelähmte Neumünstersche Schwimmerin Kirsten Bruhns. Unter anderem lesen wir, sie werde eine von drei Spitzensportlern der 2012er Londoner Paralympics sein, um die sich das Dokumentarfilmprojekt GOLD drehe, dass im Februar 2013 in die Kinos kommen soll. Was im Spiegel nicht steht, aber in einer noch älteren Pressemitteilung: »GOLD ist eine Parapictures Film Production Produktion, auf Initiative der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), in Kooperation mit Spiegel TV Media«. Guter Ton wäre es gewesen, im Spiegel-Artikel darauf hinzuweisen, dass man über einen Film aus dem eigenen Haus berichtet. Anstatt nur zu schreiben: »Mit ›Projekt Gold‹ wollen die Filmemacher zeigen, dass Behinderte ein normales Leben führen.« Etwas verwirrend: Der Film »Projekt Gold« sei »ein deutscher Kino-Dokumentarfilm des Regisseurs Winfried Oelsner. Er zeigt die deutsche Handballnationalmannschaft auf dem Weg zum Titelgewinn bei der Weltmeisterschaft 2007 im eigenen Land«, schreibt uns die Wikipedia. Das ist sicher nur eine kleine Verwechslung, eine Unachtsamkeit der DGUV und der Spiegel-TV-Produzenten. Aber jetzt, wo sie es hier erfahren haben: Irgendeinen anderen, unverwechselbaren Titel wird man für den Bruhns-Film schon noch finden.

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