Turbostaat rocken die Alte Meierei in Kiel

„Definitiv einer besten Livebands des Nordens“- voll des Lobes waren die Besucher am letzten Freitag in der Alten Meierei in Kiel.
Turbostaat besuchten wieder einmal die Landeshauptstadt und die Fans folgten Ihnen aufs Wort. Beim Betreten des Geländes der Alten Meierei erblickten wir als erstes eine schier endlose Schlange von erwartungsvollen Fans. Dies war dem Umstand geschuldet, dass es zuvor nicht möglich war an Karten zu kommen. In der Alten Meierei war nur eine Abendkasse möglich. Schlau, sich rechtzeitig in die Schlange zu begeben sofern man nicht auf der Gästeliste stand. Der Eintrittspreis lag zwischen 7,- und 9,- Euro, wobei die Besucher selbst bestimmen konnten wieviel sie zahlen möchten.
Turbostaat; das sind Jan (Gesang), Roland (Gitarre), Marten (Gitarre), Tobert (Bass) und Peter (Schlagzeug). Die 5 spielen nun bereits seit 1999 zusammen. Sie gründeten sich damals in Flensburg und probten im dortigen Volksbad. Mittlerweile wohnen sie aber nicht mehr in der Stadt. Die Musikrichtung kann gern im Bereich Punkrock – Deutschpunk mit Popelementen angesiedelt werden.
Die sympathische Band spielte eine bunte Mischung aus allen hervorgebrachten Alben u.a. die Song : Captain Käse, Pennen bei Glufke, Eisenmann, Insel und Vieles mehr. Immer begleitet durch die stimmungsgewaltigen und textsicheren Fans. So konnte Sänger Jan Windmeier auch zwischendurch mal das Mikrofon an die erste Reihe abgeben.

Nach fast 2 Stunden verabschiedete sich die Band unter starkem Beifall.  Was blieb war die Begeisterung denn eigentlich wollte sie niemand gehen lassen. Die nächsten Tourdaten sind:http://turbostaat.de/konzerte
Weitere Infos zur Band finden Sie unter: http://turbostaat.de/
 

20 Platten – die Sie in Ihrem Leben gehört haben sollten

Musik Streaming ist super, Downloads sind cool und CDs nett, aber für echte Musikliebhaber geht kein Weg an der echten Schallplatte vorbei. Das Ritual die Scheibe aus der Hülle zu nehmen, das Aufsetzen der Nadel und dann den unverfängliche Sound klingen zu lassen – macht doch erst das Musikerlebnis aus. In den letzten 5 Jahren hat sich der Absatz von Schallplatten vervierfacht. Ein guter Grund wieder den Plattenspieler aus dem Keller zu holen oder sich einen Neuen anzuschaffen. Auch der Verkauf stieg in den letzten Jahren um ca. 30 Prozent.
Fleckenkieker fragte unseren Leser Chris (DJ und ambitionierter Vinylfan) was er denn nun so besonders am Plattensound finden:
FK: Was hat die Platte was die CD nicht hat?
Chris: Nee Platte ist einfach Kult, alleine das Vinyl ist doch was ganz anderes als ne CD. Man kann das Hören richtig zelebrieren. Auspacken, anfassen, rauflegen, Nadel rauf – dieses Krr Krr am Anfang und dann geht’s los. Einfach klasse!
FK: Wie erklärst du dir den neuen Hype?
Chris: Weiß nicht. Ich glaube das ist so ne Retro-Bewegung,  die die HipsterSzene mitgebracht hat. Trends wiederholen sich doch ständig, war nur ne Frage der Zeit bis wieder alle einen Plattenspieler haben wollten.
FK: Die Platte kommt also immer wieder?
Chris: ja ich denke schon.
FK: Warum ist die Schallplatte so besonders?
Chris: Musik-Freaks greifen gerne zu Vinyl, gerne auch zu audiophilen. Schallplatten haben ein typisches Gewicht von 180 Gramm oder teilweise mehr. Eine konventionelle Schallplatte hat ein Gewicht von 80 bis 120 Gramm. Der Vorteil des audiophilen Vinyls liegt darin, dass die Rille tiefer und damit genauer geschnitten werden kann, somit ist die Dynamik, also der Lautstärkenumfang eines Songs, detaillierter ausgeprägt.
Außerdem gibt es noch haptische Gründe, die für die Platte sprechen: Neben dem Hörgenuss ist es außerdem auch sehr stilvoll, ein Originalalbum auf Platte zu besitzen. Das Cover und das Artwork allgemein sind eine Art von Kunst.
FK: Nenne mal besondere Platte für dich?
Chris: Ich denke zum Beispiel an das Rolling Stones Album „Sticky Fingers“, bei dem ein echter Reißverschluss auf dem Frontcover eingearbeitet ist. Diese Scheibe war damals limitiert und ist daher heute sehr viel wert, sehr geil!
FK: Die letzte Platte die du dir gekauft hast?
Chris: Tatsächlich, die neue von Tocotronic.
FK: Plattenhören ist für dich…
Chris: Unverzichtbar!
*(Fleckenkieker bedankt sich für das Interview)
Nun zu den Top 20, die Sie gehört haben müssen:

 
Viel Freude beim Hören 🙂 Anh
 
 
 

ImkeandJ – Konzertbericht 27.01.18 Schwalebräu Neumünster

„Zwei Köpfe, eine Vision: gute Songs schreiben. Zeitlos. Handgemacht. Nichts für einfach mal so, aber auch nichts, was an den Menschen vorbeigeht. Jeder Song eine Welt. Jeder Text eine Geschichte. Für Seele und Verstand. Für Ohr und Herz. Zwei Instrumente, eine Stimme, viel zu erzählen.“ So steht es auf der Homepage der Band. Also begab ich mich am 27.01.18 ins Schwalebräu Neumünster, um mir genau das einmal anzuhören…
http://www.imkeandj.com/?page_id=1602
Gegen 19:30 waren wir dort und suchten uns zwischen dem gemütlichen Retro-Mobiliar einen guten Platz, um auf die doch sehr kleine Bühne zu schauen. Gesagt, getan… Craft Beer bestellt und gegen 20:30 legte die Band dann los. ImkeandJ das sind, bzw. waren an diesem Abend: Imke Gerdes (Gesang, Gitarre), Jan-Christoph Mohr (Keyboard), Florian Garlow (Kontrabaß). Vom Genre her poetisch akustisch einzuordnen – mit erkennbarer Liebe zum Detail. Die Songs fanden bei den Zuschauern regen Anklang. Auch das Schwalebräu war dann gegen 21 Uhr gut gefüllt, es zeigte sich ein sehr altersgemischtes angenehmes Publikum. Während des Konzertes konnte man jedoch gar nicht anders als den Liedern zu lauschen, denn es war zum Teil doch recht laut und Seitenunterhaltungen waren unmittelbar der Bühne eigentlich nicht möglich.
ImkeandJ bedienten sich bei der Songauswahl unterschiedlicher musikalischer Genres, blieben aber ihrem Sound treu. Daher klangen die Lieder oft recht ähnlich. Besonders gut gefiel mir aber das Britney Spears Cover. Stimmlich hielt die junge Sängerin in Anbetracht der langen Auftrittszeit gut durch.
Spannend bleibt die Entwicklung der Band in jedem Fall. Wer neugierig geworden ist kann ImkeandJ bei folgenden Terminen sehen:

3.2. HH, Holstenwall 30
24.2. Jseteburg, Kirchenweg 3, Eingang Hauptstrasse 24
16.3. Wattenbek, Räucherkate, Dorfstr. 16

LOVE A live im Volksbad/30.09.17 Konzertbericht

 

 
Es ist laut, es ist heiß, die Luft ist schlecht, es geht los…
Love A heißt der Act, der sich per eingängigen Gitarrensound seine Berechtigung im Genre Post Punk sucht und findet.
Love A sind: Jörkk (Gesang), Stefan (Gitarre), Dominik (Bass) und Karl (Schlagzeug).
Viele sind in den hohen Norden gekommen, teils von weit her angereist – das Volksbad vibriert, denn es ist ausverkauft. Am Nordertor gelegen ist das soziokulturelle Zentrum immer wieder Veranstaltungsort für angesagte Konzerte im kleineren Kreis und heute sind Love A zu Gast.
Als Support haben sie die Kieler Band „Kevin Pascal“ mitgebracht. Und schon bekommt das Publikum im latent aggressivem Tonfall, nach Oldschool-Hardcore-Manier, die deutschen Texte um die Ohren gehauen. Love A übernehmen dann im Anschluss gerne die aufgeheizte Stimmung. Gleich zu Beginn spielen sie Songs wie „Juri“, „Toter Winkel“ gefolgt von neuen Stücken des aktuellen Albums: Nichts ist neu
„Aber es häufen sich die Dinge die mich komplett zerstören,
weil ich bin, wer ich bin und ich weiß das muss erbärmlich klingen“
Bei „Nichts ist leicht“ ist man definitiv hin und hergerissen einfach zu tanzen oder doch fast andächtig den selbstoffenbarenden Textpassagen zu lauschen. Was macht also diese Band aus? Warum sollte man ein Konzert besuchen?
Es ist genau dieser Widerspruch der eigentlich gar keiner ist… Die interessante Mischung aus Selbstoffenbarung und tanzbaren Gitarrensound. Man wird verführt sich ständig zur Musik zu bewegen, um immer wieder Innezuhalten und zu realisieren was der Mann da vorne eigentlich singt. So ist das Leben, genau so!
Doch bevor man sich dann der Schwermut hingeben kann, bezieht der Sänger immer wieder das Publikum ein. Es ist mittlerweile sehr stickig in dem kleinen Konzertraum, aber die selbstdarstellerischen Fähigkeiten von Jörkk trösten erfolgreich über alle örtlichen Widrigkeiten hinweg. Dass er alles gibt, zeigt sich spätestens nachdem das erste Mikro durchgeschwitzt ist. Trotz allem ist der Sound fantastisch!
Die Fans bekommen eine gut gemischte Setlist aus allen Alben geboten. Aber vor allem kommen die neuen Songs sehr gut an. Es wird gefeiert und inbrünstig mitgegröhlt. Das Punk ganz klarer Bestandteil sein soll, merkt man spätestens an der Bierdusche des Sängers a la „Casualties“. Auch wenn dies dann wohl eher der Hitze geschuldet war.

„Hugh Hefner – alt aber geil – ein großes Vorbild von mir“
Gekonnt gewitzelt und mit einem Augenzwinkern trinkt man auf den Playboygründer, bevor es zügig weitergeht.
Als Zugabe gibt es Lieder wie „Treeps“, ganz klar ein Höhepunkt der aktuellen CD und „Valentinstag in Husum“. Mit der Aussicht auf das baldige Ende des Konzertes wird von der Band und den Fans nochmal alles gegeben. Das Volksbad kocht.

Es war laut, es war heiß, es war stickig … das war ein prima Love A Konzert!
Ein Dank gilt in jedem Fall den Veranstaltern, denn hier heißt ausverkauft nicht zwangsläufig zum Klaustrophobiker werden zu müssen. Es war genug Platz für alle da. Ich wünsche der Band, dass auch gelacht wird, weil sie glücklich sind, z.B. nach einen solch hervorragendem Konzert und nicht nur weil es beim Überleben hilft.
Sollte man ein Love A Konzert besuchen? – Immer und immer wieder!
Nadine Anh

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Prima Bluegrass auf der Klosterinsel

Die Herren Becker, Gloe und Ramforth – in alphabetischer Reihenfolge – sind Neumünsteraner Musiker, die sich seit geraumer Zeit der Musik des Lebenskünstlers und flüchtigen Sträflings Ulysses Everett McGill verschrieben haben, mit der sie unter dem Bandnamen »O Brother« seit geraumer Zeit in dieser Stadt reüssieren. Weiterlesen →

Hör mal 'n beten to: Ansage NMS Titanic

Das ist ja fast wie lokales Musikfernsehen. Die Neumünstersche Punkband Borderpaki sang Ende September auf dem örtlichen »Klosterrock«-Festival: »Versenkt die Titanic«, als sie ihren neuen Song »Ansage NMS Titanic« spielte. Den Mitschnitt dieses Ohrwurms fanden wir soeben auf Youtube. Die Kneipe Titanic ist ebenso wie der Club 88 in Gadeland ein berüchtigter Nazi-Treffpunkt, gegen den übrigens kurz vor dem abgefilmten Klosterrock-Auftritt noch demonstriert wurde.

(Link zum Video )
Wer Borderpaki – hier der Link zu ihrer Myspace-Seite – live sehen möchte, hätte dazu bald Gelegenheit: am 17. Oktober ab 20 Uhr im Waldital in Neumünster anläßlich der bP-ALBUM RELEASE PARTY während einer »Ärger im Norden«-Tour mit Schlepphoden und Atropin, beides wohl auch Punkbands.
Berichte über die besagte Demo finden sich im Holsteinischen Courier und bei Indymedia.