Aktueller TV-Beitrag über die Geschäfte und Versprechungen des Einkaufszentrenplaners ECE

Wer noch darüber nachdenkt, ob der Bau eines Einkaufszentrums im Neumünsterschen Sager-Viertel zwischen Teich und Bahnhof eine gute Idee ist, der oder die sollte sich den aufschlussreichen Beitrag anschauen, den das ARD-Wirtschaftsmagazin Plusminus am 23. Januar zum Thema »Einkaufszentren – Beleben überdachte Center die Innenstädte?« sendete.
Darin geht es um die Geschäfte und Versprechungen der Hamburger Firma ECE, Versandhändler Otto seine Einkaufs-Center Entwicklung mbH, die in Neumünster die Holsten-Galerie bauen will.

Wer den Beitrag lieber nachlesen möchte: das Manuskript des Beitrages findet sich hier.
Infos zur Planung des Neumünsterschen Einkaufszentrums finden sich auf der Webseite der Stadt. Leider weniger Infos finden sich auf der Webseite der Bürgerinitiative gegen das Einkaufszentrum.
Aktuell sitzen keine Neumünsteraner in einem der Gremien der im ARD-Beitrag erwähnten ECE-Stiftung »Lebendige Stadt«. Sehr wohl aber – in deren Kuratorium – der Schleswig-Holsteinische Ministerpräsident Torsten Albig. Sein Vorgänger als Ministerpräsident, Peter Harry Carstensen, ist aus dem Kuratorium in den Vorstand der Lobby-Stiftung aufgerückt. Wie die Stiftung finanziell aufgestellt ist schilderten bereits vor zwei Jahren die Ruhrbarone.

Shopping-Center: Das Gegenteil von Stadt

»Was das Center oder die Shopping-Mall von der Geschäftsstraße unterscheidet, ist die Tatsache, dass ein Investor beziehungsweise Betreiber die Mall plant, produziert, besitzt und verwaltet. Er verfügt über alle Informationen, über alle Mittel (Eigentumsrechte, Geld), und er verfolgt widerspruchsfreie Ziele: die Maximierung des Ertrags auf das eingesetzte Kapital. Er strebt danach, alles Unliebsame außen vor zu halten – auch jene Bürger, die sich nicht (konsum)konform verhalten.« Darauf wies kürzlich der Publizist Robert Kaltenbrunner hin, beschäftigt beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, in seinem lesenswerten Beitrag »Die Stadt ist ein Marktplatz«, veröffentlicht am 20. Juni 2011 in der Wochenzeitung »Der Freitag«.